


Der Stadtrat hat im Juli 2007 die Entwicklungsstrategie Grünau 2020 beschlossen. In ihr sind die Grundzüge der derzeit wahrscheinlichen Stadtteilentwicklung festgelegt. Sie bildet den Rahmen für öffentliche sowie private Investitionen und Handlungen, die der Weiterentwicklung Grünaus dienen. Laufende Prozesse und sich abzeichnende neue Entwicklungen erfordern dabei eine kontinuierliche Fortschreibung und Konkretisierung.
Im Folgenden möchten wir Ihnen daher eine Übersicht über aktuelle Entwicklungen in Grünau geben:
Aufwertung und Funktionsstärkung
Die gezielte Aufwertung des Stadtteils soll fortgesetzt werden. Hierzu werden Wohnungsunternehmen, Stadt und weitere Betroffene auch zukünftig eng zusammenarbeiten und gemeinsam Lösungsansätze erarbeiten. Die Bewohnerschaft wird im Rahmen des Forums und maßnahmespezifischer Diskussionsrunden auch weiterhin frühzeitig und intensiv in aktuelle Entwicklungen und Vorschläge eingebunden.
Aufwertung und Funktionsstärkung umfassen bauliche und inhaltlich-organisatorische Aufgaben. Einen wichtigen inhaltlichen Baustein zur zielgerichteten Arbeit und zur Verbesserung der Außen- und Innenwahrnehmung des Stadtteils bildet die gemeinsame Formulierung des Stadtteilprofils unter der Federführung des Quartiersrates. Das Profil soll nach Erarbeitung und Diskussion im Stadtteil die Entwicklungsstrategie Leipzig-Grünau 2020 als inhaltliche Leitlinie ergänzen. Das Profil zielt dabei stärker als die Strategie auf die so genannten weichen Faktoren, die neben den rein baulichen Gegebenheiten stark den Wert des Stadtteils bestimmen.
Bei den baulichen Maßnahmen der nächsten Jahre muss zwischen den öffentlichen Investitionen und den Investitionen in den Wohnungsbestand unterschieden werden. Unter der öffentlichen Investition sind konkret beschlossen:
Differenzierte Entwicklung des Wohnungsbestandes
In den Diskussionen mit der Wohnungswirtschaft zeigt sich, dass eine differenzierte Bestandspolitik umgesetzt wird. Fast alle Eigentümer entwickeln dabei Perspektiven für ihre Bestände, mit denen die verschiedenen wohnungswirtschaftlichen Ziele erreicht werden können. Dazu gehören der nachfragegerechte Umbau von Wohnungen und Gebäuden, der die langfristige Attraktivität erhalten soll, genauso wie die Schaffung eines für das jeweilige Unternehmen sinnvollen Gesamtbestandes. Fast alle Unternehmen gehen dabei nach unserer Kenntnis davon aus, dass in den nächsten beiden Jahren keine größeren Eingriffe in die Grünauer Siedlungsstruktur vorgenommen werden müssen.
Ausnahmen sind Rückbaumaßnahmen, die bereits seit längerem vorbereitet sind und durch die ein ausgeglicheneres Verhältnis zwischen Wohnungsangebot und Nachfrage hergestellt werden soll. Konkret sind dies:
Kernbereich:
Karlsruher Straße 8: 115 Wohneinheiten
Ulmer Straße 14-18: 52 Wohneinheiten
Heilbronner Straße 10 -14: 51 Wohneinheiten
Summe: 218 Wohneinheiten
Stadtumbaugürtel:
Uranus Straße 7-21: 64 Wohneinheiten
Uranus Straße 27-33: 172 Wohneinheiten
Brackestr./Kändlerstr./ Seffnerstraße: 544 Wohneinheiten
Summe: 780 Wohneinheiten
Unter den zahlreichen Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen sind sicherlich die Planungen der WBG Kontakt zu ihren Beständen im WK 7 die interessanteste Entwicklung. Gelingt es dort, durch die Terrassierung und Abstufung größerer Gebäude eine neue Qualität zu entwickeln, könnte dies aus Sicht der Stadt beispielhaft auch für andere Bereiche Grünaus sein.
Diskussion und Beteiligung
Viele der oben geschilderten Entwicklungen zeichneten sich bereits in den letzten Monaten ab und sind auf den letzten Foren teilweise intensiv diskutiert worden. Dazu gehören die im Rahmen der so genannten Machbarkeitsstudie entstanden Pläne zur Optimierung der Infrastruktur genauso wie die ersten Überlegungen zur Erarbeitung des Stadtteilprofils.
Die Stadt hat sich daher entschlossen, kein gesondertes Forum zu den Handlungsschwerpunkten der nächsten Jahre durchzuführen. Das nächste Forum wird demzufolge erst im Frühjahr stattfinden, dann mit dem inhaltlichen Leitbild / Profil als eines der zentralen Themen.
Sollten Sie darüber hinaus Fragen an die Stadt oder Anregungen zur weiteren Entwicklung haben, scheuen Sie sich nicht, sich im Stadtteilladen in der Stuttgarter Allee zu informieren oder sich mit dem Quartiersmanagement und dem ASW in Verbindung zu setzen.
Weitere Informationen finden Sie auch im Internet auf www.leipzig.de
Stefan Geiss
Abteilungsleiter ASW
Sebastian Pfeiffer
LESG/Stadtumbaumanager Grünau
Nachrichtenübersicht
Nachricht vom 29.02.2008
Autor: Uwe Kowski (Projektleiter Quartiersmanagement Grünau)
Quartiersmanagement Grünau | Stuttgarter Allee 21 | 04209 Leipzig | Telefon: 0341 4129731 | info@qm-gruenau.de