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Stadtflucht: Auf ins Grüne

Neuer Film und neue Wohnung für Stephan in Leipzig-Grünau (LVZ vom 29.03.2019)

Zeit für einen Tapetenwechsel, dachte sich Filmemacher Stephan Taubert. Der 30-Jährige hat sein Quartier in einem Leipziger Jugendstil-Haus unweit der Innenstadt nach 24 Jahren verlassen, um im Stadtteil Grünau ein ruhigeres Leben zu führen. Seit vergangenem Dezember wohnt er in einem Plattenbau auf 40 Quadratmetern.

Von der City nach Grünau

„Mittlerweile bin ich angekommen, habe alle Möbel beisammen und fühle mich wohl“, erzählt der ausgebildete Mediengestalter. Stuck und hohe Räume waren gestern, heute lebt es sich klein und praktisch. Vom Miniflur geht es linkerhand in die Küche, die mit einer Eckbank, den Einbauschränken und einem Schreibtisch ausgestattet ist, an dem Stephan an seinen neuen Filmideen arbeitet. Das große Zimmer ist zweigeteilt – in eine kleine Schlafnische und in einen größeren Teil zum Wohnen, Fernsehen und Sporteln.
Einige Einrichtungsgegenstände wie das graue Zweiersofa, das Bett, der Teppich sowie seine geliebte Heimkino-Anlage haben in der neuen Bleibe einen Platz gefunden. Und auch die Plakat-Galerie seiner bereits 17 Filme und Dokumentationen, die er von 2006 bis 2018 selber produziert hat, schmückt die neuen Wände seiner Ein-Zimmer-Wohnung.

Wohnen im Grünen

„Ich habe den Kulkwitzer See vor der Haustür, eine Einkaufspassage und ein Ärztehaus in der Nähe. Und einen Parkplatz kriegst du hier auch immer“, bestätigt der frisch gebackene Hausbewohner des Grünauer Sechsgeschossers. Wenn morgens im Osten die Sonne aufgeht, ist das Wohnzimmer lichtdurchflutet und das Aufstehen fällt nicht schwer. Die Hanteln und der Bauchtrainer sind sein Start in den Tag, denn im Frühsommer ist die Fortsetzung seines Films „Phantom“ geplant, dessen erster Teil voriges Jahr am 17. November im Kino-Palast Regina Premiere feierte. „Da will ich fit sein – als Hauptdarsteller und Produzent.“

„Hat Jo mich Gerner“

Neben seinen eigenen Projekten ist Stephan auch ein gefragter Komparse. Vor sechs Wochen stand er bereits das dritte Mal für „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GZSZ) vor der Kamera – diesmal sogar mit „Sonderaufgaben“, plaudert er im heimischen Wohnzimmer. Der gebürtige Leipziger durfte durch die Massen rennen und laut „Platz da!“ schreien. Gedreht wurde übrigens acht Stunden lang auf dem Flughafen Leipzig-Halle, der wie ein Airport-Terminal in Singapur präpariert war.

Nach dem Drehtag postete Stephan spitzbübisch ein Selfie mit der Bildunterschrift: „Hat Jo mich Gerner?“ Gemeint ist der Schauspieler Wolfgang Bahro, der in der Vorabend-Serie GZSZ den Bösewicht Jo Gerner spielt und an dem Tag mit gebrochenem Fuß durchhalten musste. Die Verletzung gehörte übrigens nicht zur Requisite, wie Stephan verrät. Ausgestrahlt wird die Folge voraussichtlich Ende April. Wir sind gespannt.

Regina Katzer

Quelle (und weitere Fotos): untermdach.lvz.de vom 29.03.3019

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